Medikamente im Handgepäck

Regelmäßig einzunehmende, verschreibungspflichtige Medikamenten wie Insulin im Falle Diabetes mellitus oder Thyroxin bei gestörter oder fehlender Thyroxin-Synthese durch die Schilddrüse, sollten im Handgepäck mitgeführt werden – wie oben bereits ausgeführt. Zusätzlich gehören auch (nicht-verschreibungspflichtige) Medikamente ins Handgepäck, die zur Linderung möglicher, während des Fluges auftretender Beschwerden dienen.

Im Einzelfall können das Mittel gegen die Reiseübelkeit oder Reisekrankheit sowie Tabletten gegen Kopfschmerzen sein. Weil Kopfschmerzen häufig durch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, also durch eine Dehydrierung entstehen, können sie oftmals durch ein Glas mit kohlensäurefreiem Wasser wieder vertrieben werden. Ein weiteres Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sollte im Handgepäck nicht fehlen, besonders bei mitreisenden Kindern. Ebenso wichtig ist ein Nasenspray oder Tropfen zur Abschwellung der Nasenschleimhaut. Das Mittel kann auch bei leichten Druckausgleichsbeschwerden in den Ohren helfen. Zur Vermeidung von stärkeren Ohrenschmerzen beim Fliegen können SANOHRA fly Ohrstöpsel verwendet werden. Augentropfen zur Befeuchtung und Beruhigung der Bindehaut sollten auf keinen Fall fehlen, um einer Bindehautreizung vorzubeugen, die durch die ständig vorbeistreichende trockene Kabinenluft entstehen kann. Vor allem bei Rückreisen aus exotischen Ländern können Kohletabletten oder andere geeignete Mittel gegen Reisedurchfall sehr nützlich sein.

Um den Sicherheitsvorschriften zu entsprechen, müssen flüssige Medikamente zusammen mit anderen im Handgepäck mitgeführten Medikamenten in einem separaten transparenten Beutel bei der Sicherheitskontrolle vorgezeigt werden. Die einzelnen Gebinde (Fläschchen) dürfen dabei nur maximal 100 Milliliter fassen. Bei Reisen innerhalb der EU sind flüssige Medikamente von der Regelung ausgenommen, die unbedingt während des Fluges eingenommen werden müssen und für die eine ärztliche Bescheinigung vorliegt.