Vorbeugung von Druckbeschwerden und Ohrenschmerzen

Es erzeugt ein angenehmes Gefühl, wenn man als Flugpassagier beim Start nach der Beschleunigungsphase auf der Landebahn in das Sitz- und Rückenpolster gedrückt wird. Das Flugzeug hebt die Nase und geht wegen der Lärmminderungsvorschriften sehr zügig in den (fast) maximalen Steigflug über. Während der Steigflugphase nimmt der Außendruck rapide ab, wovon man zunächst nur wenig bemerkt, weil der Luftdruck in der Kabine deutlich langsamer zurückgeht und bei Erreichen der Reiseflughöhe dem Druck in etwa 2.400 Meter über dem Meer entspricht. Während in der Reiseflughöhe von beispielsweise 10.000 Metern der Luftdruck außen nur noch 30 Prozent des Drucks auf Meereshöhe erreicht, sinkt der Kabinendruck von 100 Prozent beim Abheben auf ca. 75 Prozent in der Reiseflughöhe.

Vor und während des Abhebens herrscht im äußeren Gehörgang und im Mittelohr der gleiche Druck wie in der Kabine. Beim Steigflug nimmt der Druck im äußeren Gehörgang im gleichen Maße ab wie der Kabinendruck. Das bedeutet, dass im Mittelohr ein leichter Überdruck entsteht, der das Trommelfell nach außen in den Gehörgang drückt, was mit unangenehmen Druckgefühlen im Ohr oder sogar mit Schmerzen verbunden sein kann. Damit das alles nicht passiert, hat die Evolution für die sogenannte Eustachi-Röhre gesorgt. Sie stellt – eine einwandfreie Funktion vorausgesetzt – den Druckausgleich zwischen Mittelohr und dem Umgebungsdruck her. Sie verbindet das Mittelohr mit dem Rachenraum.

Besonders bei Kindern funktioniert dieser Druckausgleich meist noch nicht zufriedenstellend. Auch Erwachsene haben vielfach Probleme mit dem Druckausgleich bzw. mit der Eustachi-Röhre, vor allem bei Erkältungen. Erkältungen und ähnliche Krankheiten lassen das Gewebe im Rachenraum anschwellen, so dass die Eustachi-Röhre einfach „gequetscht“ wird und keine Luft mehr für den Druckausgleich passieren kann. Während des Steigflugs hilft es häufig, künstlich zu gähnen oder mit zugehaltener Nase einen kurzen Druckanstieg im Rachenraum zu erzeugen, damit sich die Eustachi-Röhre kurzzeitig öffnet.

Beim Sinkflug und der Landung auf dem Flughafen kehren sich die Druckverhältnisse um. Der Luftdruck in der Kabine steigt auf das Niveau des Drucks, der am Zielflughafen gerade herrscht, so dass sich in den Gehörgängen gegenüber dem Mittelohr ein leichter Überdruck aufbaut, der das Trommelfell sehr schmerzhaft nach innen auswölben kann, wenn der Druckausgleich über die Eustachi-Röhre nicht oder nicht schnell genug funktioniert, was bei Kindern häufig der Fall ist und bei Erwachsenen, die gerade unter einer Erkältung leiden oder deren Gewebe in der Nähe der Druckausgleichsröhre aus anderen Gründen leicht angeschwollen ist. Zur Vermeidung des stechenden Schmerzes im Ohr, wenn der Druckausgleich nicht richtig funktioniert, muss der schnelle Druckanstieg in den äußeren Gehörgängen vermieden und verlangsamt werden. Das genau leisten die SANOHRA fly Ohrstöpsel, sie bilden in den Gehörgängen eine eigene kleine „Druckkammer“ und lassen über Mikroporen im Sinkflug nur langsam Luft ein, so dass sich der Druckanstieg verzögert. Der natürliche Druckausgleich im Mittelohr kommt dadurch auf jeden Fall „hinterher“, und die stechenden Schmerzen mit Gefahr der Beschädigung des Trommelfells bleiben aus.